FAQ

Häufig gestellte Fragen zur Agristretch Folie

Nach welchen Merkmalen soll ich die Folie aussuchen, die ich verwenden will?

Setzen Sie auf Markenqualität, die einerseits eine hohe Klebkraft und andererseits eine gute Versiegelung zeigt. Machen Sie Ihre Entscheidung nicht vorrangig vom Preis abhängig, weil Sie im Prinzip genau jene Qualität bekommen die Sie bezahlen.

Gibt es Unterschiede zwischen den verschiedenen Farben?

Die Folien sind unabhängig von der Farbe (Trägermaterial mit Pigmenten) alle gleich aufgebaut und verhalten sich beim Wickeln identisch Die unterschiedliche Wirkung der Farben ist erst beim fertigen Ballen merkbar. Je dunkler die gewählte Farbe, desto stärker erhitzt sich der Ballen. Besonders die äußeren Schichten des Ballens werden bei der Verwendung von dunklen Folien stark erhitzt. Der Pflanzenzucker karamellisiert und das erhitzte Futter verliert stark an Nährwert. Bei hohen Temperaturen sinkt die Sauerstoffbarriere der Folie und es kommt dadurch zu einem deutlich höheren Gasaustausch. Kommt mehr Sauerstoff in den Ballen, wird der Gärverlauf negativ beeinflusst. Wir empfehlen helle Folien, die den Ballen kaum erwärmen und die Silage optimal schützen.

Wie kann ich sicher sein, eine ausreichende Menge an Lagen auf den Ballen zu bringen?

Zählen Sie die Anzahl der Umdrehungen bis der Ballen einmal komplett bedeckt ist, jetzt zählen Sie eins dazu und verdoppeln diese Anzahl an Umdrehungen, das sind 4 Lagen. Für 6 Lagen erhöhen Sie die Anzahl um 50 %.

Wie viele Lagen Folie soll ich verwenden?

Wir empfehlen 6 Lagen Folie, da sie den Ballen optimal schützen. Speziell bei sehr trockenen Silagen (> 50% Trockenmasse) und überst.ndigem Futter sollte man die Lagenanzahl erhöhen, um sicher zu gehen, ein gutes Endprodukt zu erhalten.

Kann man auch Heu wickeln?

Nein, Heulage hat nicht genug Feuchtigkeit um die Fermentation zu starten. Der hohe Trockenmassegehalt, der in Heu vorhanden ist, unterbindet jede Fermentation und damit die Haltbarkeit, zusätzlich kann sich Schimmel und Fäulnis bilden.

Wie sollte ich meine Ballen lagern?

Die Ballen sollten grundsätzlich auf der Stirnseite (flache Seite) stehend gelagert werden, da hier eine relativ dicke Folienschicht vorhanden ist. Es besteht die Möglichkeit, die Ballen 3-lagig zu stapeln. Bei Ballen aus dem letzten Schnitt und Ballen, die nicht sehr formstabil sind, sollte von einer Stapelung abgesehen werden. Zwischen den einzelnen Ballen sollte man ungefähr eine Handbreit Platz lassen, da sich bei zusammenstehenden Ballen an den Berührungsstellen Schimmel bilden kann. Ein Abdecken mit Vogelschutznetzen und ein Abzäunen gegen Wild- und Viehverbiss vermeidet Schäden und kann den Ertrag aus den Siloballen deutlich erhöhen.

Wie lange kann ich meine Ballen lagern?

Unsere Folie ist für eine Außenlagerung von einem Jahr stabilisiert. Das heißt, dass die Ballen der Sonneneinstrahlung eines Jahres standhalten. Lagern die Ballen relativ schattig, abgedeckt durch Folie etc. läßt sich die Haltbarkeit der Folie dementsprechend verlängern, Garantie kann jedoch nur für 1 Jahr gewährleistet werden.

Was mache ich wenn ich mechanische Beschädigungen oder Tierverbiss am Ballen feststelle?

Die Löcher sollten sofort abgeklebt werden, hierzu sollte man ein entsprechendes Reparaturklebeband (speziell für Siloballen) verwenden. Die Ballen sollten so schnell wie möglich verfüttert werden, da sich durch den eindringenden Sauerstoff Schimmel bilden kann.

Wie lange kann ich Agristretch nach dem Kauf lagern?

Die maximale Lagerfähigkeit vom Herstellungsdatum bis zum Verbrauchs-datum beträgt 3 Jahre. Da sich dieser Zeitraum aber beim Kauf über Händler verkürzt, sollte man die Rollen aus dem Vorjahr prinzipiell zuerst aufbrauchen, also die Lagerdauer nicht über zwei Jahre hinausziehen. Die Rollen sollten stehend gelagert werden, aufgrund der von Unterland verwendeten Rezeptur kann kein Kleber austreten. Der Lagerplatz sollte kühl und trocken sein. Die Rollen sollten unbedingt im Originalkarton gelagert werden, da sonst Sonneneinstrahlung bereits vor der Anwendung den UV-Stabilisator abbauen kann. Ein Absinken der Lagertemperatur unter den Gefrierpunkt schadet der Folie nicht, allerdings sollte die Folie 24 h vor der Anwendung bei mindestens 15 °C gelagert werden, um die volle Klebkraft zu entwickeln.

Welche Chemikalien wirken sich negativ auf die Folie aus?

Das größte Problem ist Ammoniak, welches in Gülle, Spritz- und Siliermitteln enthalten ist, da es den UV-Stabilisator angreift. Auch Schwefel und Stickstoff haben negative Auswirkungen auf die Haltbarkeit der Folie. Wenn der UV- Stabilisator abgebaut ist, kommt es ziemlich rasch zu einer Zersetzung der Folie. Zeigen sich erste Auswirkungen eines Chemikalienangriffs, wie ein Abblättern der äußersten Lage sollten die Ballen sofort abgedeckt bzw. abgeklebt und dann so rasch wie möglich verfüttert werden.

Die Folie dehnt sich nicht richtig.

Bei hohen Temperaturen wandert viel Kleber aus der Folie an die Oberfläche. Dieser setzt sich dann an der Vorstreckerwalze ab und wirkt wie eine Gleitschicht. Die Folie rutscht zwischen den Vorstreckerwalzen durch und wird nicht gedehnt. Eine ungedehnte Folie legt sich faltig um den Ballen, der Lagenverbund ist schlecht, Wasser und Sauerstoff können eindringen und Ihre Silage beschädigen. Die Vorstreckerwalzen sollten mit einem lösungsmittelfreien Mittel, zB Petroleum gereinigt werden, welches die Folie nicht angreift.

Die Folie reißt ständig ab.

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MITTIGER ABRISS

Hier ist es zu einem Abriss aufgrund eines Loches oder einer mechanischen Beschädigung gekommen. Die Folie beginnt dann von diesem Punkt aus zu reißen, man sollte die Rolle von der Maschine nehmen und auf Löcher oder Schnitte

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SPIRALFÖRMIGER ABRISS

Zu diesem Riss kommt es vor allem wenn eine Kante beschädigt ist. Von der schadhaften Stelle ausgehend reißt die Rolle spiralförmig zum Rollenende hin. Bei Wickelgeräten, die nur eine Feder für die Vorstreckereinheit haben und diese nicht mittig auf den Vorstrecker drückt, kann es zu derartigen beschädigungen kommen, weil der Vorstrecker nicht plan aufliegt. Hier sollte man die Rolle vom Gerät nehmen und bis zur ersten unbeschädigten Lage abwickeln. Abhilfe schaffen kann man sich – bei den genannten Geräten – durch das Schieben der Feder in die Mitte der Vorstreckeinheit.

Schnitt, oder Beschädigung von dem aus der Riss startet

gerader-abrissGERADER ABRISS

Ein gerader Abriss kommt vor, wenn die Rolle aufgrund einer mangelhaften Bremsung nachläuft und die Folie sich mit der Rolle verklebt. Beim erneuten Anfahren reißt die Folie dann. Hier sollte man prüfen, ob der Federdruck noch ausreicht. Wenn dieser ungenügend ist, sollten die Federn ersetzt werden um die Bremskraft zu erhöhen. Allerdings kann es auch durch eine zu hohe Vorstreckung zu einem Abriss kommen. Es sollte geprüft werden, ob eine der Walzen, die mit der Folie in Berührung kommen, eventuell

Welche Vorstreckung soll ich verwenden?

Rundballen mit normaler Silage kann man mit einer Vorstreckung von 70% wickeln, bei Quaderballen empfehlen wir generell 55% Vorstreckung, da an den Kanten der Quaderballen größere Folienbelastungen auftreten. Man sollte die Vorstreckung regelmäßig messen, um auf Dauer optimale Wickelergebnisse zu erzielen. Dazu zeichnet man zwei Linien im Abstand von 10 cm auf die Rolle. Nun wickelt man eine Runde bis der Folienabschnitt mit den beiden Linien auf den Ballen gewickelt ist. Nachfolgende Messungen ergeben folgende Vorstreckung:

  • 15 bis 16 cm 50 bis 60 % Vorstreckung
  • 17 bis 18 cm 70 bis 80 % Vorstreckung
  • über 18 cm über 80 % Vorstreckung (für Silage nicht geeignet)

Wie viele Ballen kann ich pro Rolle wickeln?

Bei einem Rundballen (140 cm Durchmesser, 140 cm Höhe) ergeben sich ungefähr folgende Werte:

Folienbreite 750 mm, 1.500 lfm 70 % Vorreckung

6 Lagen: 16 bis 17 Ballen

Folienbreite 500 mm, 1.800 lfm 70 % Vorreckung

6 Lagen: 14 bis 15 Ballen

Bei einem Quaderballen (120 x 70 x 150 cm) ergeben sich folgende Werte

Folienbreite 500 mm, 1.800 lfm 55 % Vorreckung

6 Lagen: 11 bis 12 Ballen

Folienbreite 750 mm, 1.500 lfm 55 % Vorreckung

6 Lagen: 14 bis 15 Ballen

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